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Funf Monaten in Nepal mit Boss Adventure

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MEINE REISE INS WUNDERBARE NEPAL

Fast 20 Wochen war ich (vom 02. Oktober 2018 bis Mitte Februar 2019) in Nepal unterwegs und wurde in den Bann dieses großartigen Landes gezogen. Im Vornherein ist vielleicht gut zu wissen, dass mir von meiner Familie seit ich klein war stets von Nepal vorgeschwärmt wurde und ich die Berge liebe. Deswegen entschied ich mich nach dem Abi nach Nepal zu reisen. Die Reise begann mit gemischten Gefühlen: ein schmerzvoller Abschied von meiner Familie in München, stressiger Umstieg im Oman und eine herzliche Begrüßung mit Blumenketten am Flughafen Kathmandu, wo ich von Boss Adventure empfangen und abgeholt wurde. Ein erstes Highlight in Nepal war das grandiose Abendessen, das alles was das Herz begehrt enthielt. Jede Mahlzeit, ob Frühstück oder Snack war super lecker. Innerhalb der ersten Woche lernte ich die Familie und das Team von Boss Adventure kennen (die ich alle sofort in mein Herz geschlossen habe) und natürlich die quirlige Hauptstadt Nepals selbst. Kathmandu kann ziemlich überfordernd sein: verrückter Verkehr, Gehupe, Straßenhunde überall, tausende kleine Gassen, freche Affen, geschätzte 3 Millionen kleine Lädchen und eine Menge freundlicher aber auch neugieriger Nepalis (meistgefragte Frage: Herkunft und Anzahl der Nepalbesuche). Kulturell hat die Stadt einiges zu bieten und wird darum auch Stadt der Tempel genannt. Die bekanntesten und wichtigsten sind der sogenannte Affentempel (aka Swayambhunath), die riesige hinduistische Pashuputinath Anlage und die buddhistische Stupa von Bouddhanath. Vor allem Bouddhanath hat mich extrem in seinen Bann gezogen, die Atmosphäre ist einzigartig und wirkt in dieser sonst so lauten und vollen Stadt fast surreal. Mönche aus aller Welt umrunden die Stupa, Gebetsfahnen flattern im Wind, Räucherstäbchen duften und die der Stupa aufgemalten Augen überblicken alles.

Bereits eine Woche nach meiner Ankunft ging es los zum ersten Trek. Ich reiste in das Solukhumbu gebiert (südlich des Khumbus) und lief von Dhap nach Phaplu. Das absolute Highlight war die Besteigung des Pikey Peaks (4087m). Von dort aus hatte man eine atemberaubende Aussicht und das Gefühl endlich in den Bergen zu sein stellte sich ein. Auf diesem Trek machte ich erste Begegnungen mit der reichen und wundervollem Sherpakultur, vor allem im Dorf Lumsa durfte ich die herzliche Gastfreundschaft bei einem Schulbesuch kennenlernen. Außerdem schlief ich in einfachen Lodges und aß lokales Essen, ich fühlte mich angekommen.

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Am 20.10. war ich zurück in Kathmandu, exakt eine Woche später ging es schon weiter zum nächsten Trek: dem weltbekannten Annapurna Circuit Trek. Nun wusste ich ungefähr, was mich erwarten würde. Deswegen packte ich meine wärmsten Klamotten und viele Schokoriegel (sind in den Bergen sehr teuer) ein. Früh morgens ging es los und die Landschaft war tropisch und wunderschön. Auch die ersten Tage des Treks waren geprägt von in die Tiefe stürzenden Wasserfällen, wunderbarer Flora und Fauna und angenehmen Temperaturen. Am 1.11. kamen wir in Manang (ca. 3500m) an, wo wir einen Akklimatisationstag einlegten und uns auf die anstrengenden Tage physisch und psychisch vorbereiteten. Dann ging es hoch, erst nach Ledar auf 4200m, dann in´s Thorung High Camp. Auf etwa 4900m standen wir nachts um halb vier auf, machten uns auf den Weg und kamen morgens am höchsten Pass der Welt, dem Thorung La mit 5416 m an. Auf dem Weg fror das Wasser in den Flaschen ein und von der Kälte fliessende Tränen ebenso. Aber auf dem Pass angekommen, waren all die Anstrengungen wie vergessen, das Gefühl unbeschreiblich. Gebetsfahnen flattern dort im starken Wind und eine Tafel gratuliert zum Erfolg. Nachdem ich in Mustang (Muktinath) war und zum wunderbaren Sonnenaufgang auf dem Poon Hill, hatte ich zwar Blasen an den Füßen, war aber echt happy und kam in Pokhara an.

Die schöne Stadt am See bietet sich herrlich zum Entspannen an. Nach einer aufregenden, lauten, vollen und durchrüttelnden Busfahrt kam ich am 12.11. in Kathmandu an. Nur einen Tag später wurde mir die Chance eröffnet, mit einem Rettungshubschrauber mitzufliegen ins´s Khumbu. Die Blasen vom letzten Trek waren noch nicht abgeheilt, die Wäsche noch nicht sauber und wirklich erholt war ich auch nicht, aber diese Möglichkeit bekommt man nur einmal im Leben. Früh am nächsten Morgen ging es dann also mit dem Heli direkt nach Dingboche (4210m) und am selben Tag zu Fuß nach Chukkum (4800m), direkt am Fuß der wunderschönen Ama DaBlam. In Kathmandu war mir durch all die Hektik nicht klar, was genau auf mich zukommt, aber als ich mit dem Boss Adventure Team am nächsten Tag im Islandpeak Basislager stand, wurde ich mir langsam der Situation bewusst. Glücklicherweise war ich so kurz davor in der Annapurna Region auf über 5400m, dass ich keine Probleme mit der Akklimatisation hatte. Wir hatten Expeditionszelte im Basislager, in denen wir eine kurze und wirklich richtig kalte Nacht verbrachten. Um Mitternacht ging es nach einem reichen Frühstück los, immer nach oben Richtung Gipfel vom Island Peak. Im Umgang mit Steigeisen, Eispickel oder Schümer war ich leider nicht erfahren, aber die Sherpas vom Boss Adventure Team übten mit mir am Tag vor der Besteigung im Base Camp den Umgang und ich konnte gut vorbereitet aufbrechen. Der Weg war ziemlich steil und anstrengend, vor allem das überqueren einer Gletscherspalte mithilfe einer Aluleiter und das Aufsteigen am Seil mit Schümer. Dank der Hilfe der Sherpas stand ich dann am Gipfel. 6189m !! Ich konnte es nicht fassen, die Aussicht war traumhaft schön. Aufgrund der eisigen Temperaturen und dem niedrigen Sauerstoffgehalt stiegen wir zügig ab. Nur drei Tage später war ich im sagenhaften Everest Basislager und am Tag darauf stand ich am Gipfel des 5554m hohen Kala Patthars. Dies ist der wahrscheinlich schönste Aussichtsberg der Welt von dem aus wir den Sonnenaufgang hinter dem höchsten Berg der Welt sehen konnten. Die folgenden Tage brachten mich zu Fuß bergab durch das hübsche Tengboche und quirlige Namche Bazaar nach Lukla. Die Dörfer und Menschen auf diesem Weg waren wundervoll. Von Lukla flogen wir mit einer abenteuerlichen Maschine nach Kathmandu.

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Ich vermisste die deutsche Kultur zu Weihnachten ziemlich, hatte aber trotzdem eine wunderbare Winterzeit in Nepal. Um dem Heimweh entgegen zu wirken machten wir Butterplätzchen (mit Yakbutter, der Geschmack war etwas interessant) und viele coole Ausflüge mit Boss Adventure (unter anderem nach Timal in die Höhle, in der Guru Padma Sambhava meditierte). Außerdem wirkt das Viertel Thamel mit etwas Fantasie wie ein überdimensionierter Christkindlsmarkt. Nebenbei unterrichtete ich nachmittags zwei Stunden Deutsch. Im Januar packte ich meinen Rucksack und setzte mich in einen Bus nach Sauraha. Die Stadt im Chitwangebiet ist sehr entspannt: Elefanten laufen durch die Gassen, alle Leute sind gut gelaunt und nachts hört man den Dschungel. Ich war auf einer spannenden Safari durch den Nationalpark, bei der sich unter anderem Affen, Krokodile und Rhinozerosse sehen ließen. Leider konnten wir keinen Tiger sehen, dafür aber frische Pfotenabdrücke. Nach dem Dschungelbesuch verschlug es mich nach Lumbini - dem Geburtsort Buddhas. Diese Stätte an der Grenze zu Indien beherbergt Klöster die in verschiedenen Stilen aus aller Welt gebaut sind. Noch wichtiger: dort steht der Maya Devi Palast, der Ort an dem Buddha geboren wurde und aufwuchs.

Im Februar feierte ich mit der Boss Adventure Familie Lhosar, das Neujahrsfest. Ein Highlight für mich war das Backen der Süßigkeiten, und ein Neujahrspicknick. Dort trug jeder (ich inklusive) die traditionelle Tracht, aß Unmengen von köstlichem Essen und tanzte ausgelassen. Ich hatte das große Glück, auch eine traditionelle Hochzeit mit all ihren Bräuchen sehen zu können.

Natürlich ist dieser Bericht sehr gekürzt und viele Eindrücke kann man schriftlich auch nicht so gut vermitteln. Schlussendlich bleibt mir nur eines zu sagen: Derei Dhanyhabhaad! (Vielen Dank). Boss Adventure ermöglichte mir einzigartige Erlebnisse und Ausflüge. Ich konnte in die Kultur der Sherpas eintauchen und neue Freunde, die Familie für mich sind kennenlernen. Vor meiner Reise war ich kritisch, ob alles gut geht, wenn ein 18 Jahre altes Mädchen alleine nach Zentralasien reist. Die Herzlichkeit und Gastfreundschaft verdrängte alle Zweifel und negativen Gedanken. Nepal hat mich verzaubert, der nächste Flug (für eine weitere Tour mit Boss Adventure) ist gebucht. Die Abreise aus Nepal war mit Tränen und großem Trennungsschmerz verbunden.

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